Werner Klein aus Kesselbach und seine selbstgebauten Stirlingmotore!

Von Reinhold Gruninger

Am 2. Advent 2013 fand in der Remise des Heimatmuseums Allendorf (Lumda) meine 3. Ausstellung statt: Blechspielzeug, Blechbahnen von Technofix, Spur 0 Uhrwerkbahnen. Ich führte aber auch meine Dampfmaschinen vor. Dies interessierte besonders einen Herrn aus Kesselbach: Werner Klein. Er bot sich an einen meiner Köhler zwitschernden und flügelschlagenden Vögeln zu reparieren. Als ich diesen kurze Zeit später bei ihm abholte, kam ich aus dem Staunen nicht heraus! Werner Klein zeigte mir seine Werkstatt mit seiner guten maschinellen Ausstattung und seine „Schöpfungen“: Meistens Stirling-Motore, aber auch Dampfmaschinen, die er alle selbst gebaut hatte – alles sehr erstaunliche Objekte. Eines davon, ein kleinerer Stirlingmotor, hatte einen Kessel aus einer Getränkedose. Wenn man diese anfasste, wurde der Stirlingmotor allein durch die Handwärme angetrieben.

Dabei waren auch unterschiedliche Antriebssysteme, wie Balanciermaschinen.

Es ist schon wirklich sehenswert, was Herr Klein gefertigt hat und ich denke, dass man dies einer breiten Öffentlichkeit zeigen und vorführen sollte. Es gibt also noch die gute alte Handwerkskunst – ich wünschte, ich hätte das handwerkliche Geschick des Werner Klein. Dann würde ich mir Echtdampfloks bauen!

Vielleicht ergibt sich hierzu eine Gelegenheit bei einer weiteren Ausstellung im Heimatmuseum Allendorf! Der Stirlingmotor ist eine Wärmekraftmaschine, in der ein Gas wie Luft, Helium oder Wasserstoff in einem abgeschlossenen Behälter/Kessel von außen in einem Bereich erhitzt und in einem anderen Bereich gekühlt wird, um mechanische Arbeit zu leisten. Dadurch kann der Stirlingmotor mit einer beliebigen äußeren Wärmequelle betrieben werden. Manchen Bauformen genügen dazu bereits geringe Temperaturdifferenzen, z.B. die zwischen menschlichem Körperwärme und der Umgebung, so wie die des o.a. Stirling-Motors mit einem Kessel aus einer Getränkedose.

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