Mittelalterliches zum Anfassen und Genießen in und um den Stadtturm

Mittelalterliches zum Anfassen und Genießen in und um Stadtturm

Schon lange hat der alte Stadtturm in Allendorf/Lumda nicht mehr so viele Besucher gesehen wie am Autofreien Sonntag im Lumdatal.

Ein munteres Volk bestehend aus den Mitgliedern des Heimatvereins sowie Mittelalterfreunden aus Rabenau, Laubach und Hanau hatte den alten Turm zum Leben erweckt. Begrüßt wurden die Besucher von der Stadtwache (Leandro Schubert), der den Schlagbaum öffnete. Von manch einem Besucher erhielt er hierfür einen kleinen Wegezoll, der mit in den Spendentopf geflossen ist.


Viele Besucher erklommen als erstes die Wendeltreppe des alten Gemäuers und wurden hierfür mit einem wunderbaren Blick über Allendorf und Umgebung belohnt. Bei dem Aufstieg konnten sich die Gäste über die markanten Punkte der Stadtgeschichte informieren.


Danach konnte man sich an der von Brunhilde Trenz gekochten "Deck Soupp" (Bohnensuppe) sowie Kaffee und Kuchen stärken. Eine besondere Köstlichkeit wurde von Annette Rübsam angeboten. Sie hatte mittelalterliche Pasteten mit Spinat und Käse bzw. Fleisch sowie Keltenkringel (Honig-Nuss-Gebäck) hergestellt. Passend dazu wurde Met gereicht.


Rund um den Turm konnte man Waffen, Rüstungen und Gewänder anschauen und ausprobieren. Kay-Uwe Schäfer, Andreas Klein und Frank Rübsam erklärten den interessierten Besuchern die ausgestellten Waffen und Rüstungen. So manch mutiger Recke unter den Besuchern ließ sich von den dreien die Rüstung anlegen und unternahm damit sehr zur Freude der anderen Besucher und vor allem der Mitwirkenden einen kurzen Fußmarsch bis zur Hauptstraße und zurück.


Auch für die Kinder gab es eine kleine Auswahl an Spielen und Basteleien. So konnte man gleich nebem dem Schlagbaum bei Florian Stepanek und Ben Herzlinger seine Treffsicherheit beim Armbrust schießen unter Beweis stellen. Nadja Wagner bastelte mit den kleinen Besuchern ein Spiel aus Leder zum Mitnehmen sowie Lederbeutel. Gleich daneben konnte man bei Marion Schwarz und Anja Klein Filzen mit Styroporfiguren.


Auch gab es eine Handarbeitsecke. Hier wurden von Alexander Herzlinger, Silke Schäfer, Annette Rübsam und Anja Klein Brettchen weben und Nadel binden gezeigt. Eine Besucherin aus Wuppertal, derzeit zu Besuch im Landkreis Gießen, hatte sogar ihre eigene Nadel mitgebracht und ließ sich in diese Handarbeitstechnik einweisen. Nadelgebundene Textilien wurden bereits in der Jungsteinzeit hergestellt. Der größte Vorteil gegenüber Strickware ist, dass nadelgebundene Textilien beim Reißen eines Fadens keine Laufmaschen bilden und sich nicht auflösen.


Großes Interesse fanden auch die gesammelten Kräuter, welche am Scheunentor angebracht waren. So manch einer konnte hier eine kleine Anregung finden, welches Kraut auch noch in der heutigen Zeit Abhilfe bei Erkältung schaffen kann.


Rundherum war es eine gelungene Veranstaltung des Heimatvereins Allendorf/Lumda, die allen Mitwirkenden sehr viel Spaß gemacht hat. Dies ist vor allem auch dem großen Interesse der Besucher zu verdanken.


Wer weiß, vielleicht gibt es im nächsten Jahr eine Fortsetzung!!! Bis dahin, gehabt Euch wohl!