Wie schon seit einigen Jahren hat das Team des Allendorfer Museums zusammen mit den Kindern der Nachmittagsbetreuung der Allendorfer Grundschule rechtzeitig zum 1. Adventsonntag den Mittelalterbrunnen in der Kirchstraße weihnachtlich geschmückt. Pünktlich kamen der lange Zug der Kinder mit ihren Betreuerinnen und Betreuern den Kirchberg herunter. Schon von weitem hörte man ihr fröhliches Geplapper und Gelächter. Mit großer Begeisterung hängten die kleinen Helfer neben Weihnachtskugeln Selbstgebasteltes an die Äste. Dieses Mal wurde eine neue Höchstzahl erreicht. Es waren 64 Kinder, die zum Schmücken gekommen waren.
Die Erwachsenen hatten zusammen mit den Kindern viel Spaß an der gemeinsamen Arbeit. Nach dem der gesamte Weihnachtsschmuck aufgehängt war, sangen die Kinder ein Weihnachtslied.
Es ist wieder ein schöner Brunnen geworden, an dem sich hoffentlich viele Betrachter erfreuen werden. Zum Abschluss ging es gemeinsam in den Bürgertreff zum Waffelessen.
Machen Sie einen kleinen Sparziergang durch den alten Stadtkern zum „Weihnachtsbrunnen“. Es lohnt sich!
Wir wünschen eine schöne Adventzeit und friedvolle Weihnachtsfeiertage.
Die Nachmittagsbetreuung der Allendorfer Grundschule und
das Museumsteam des Heimat- und Verkehrsvereins
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Stellvertretend für die vielen Exponate, die uns im Laufe dieses Jahres zur dauerhaften Aufbewahrung für das Allendorfer Museum gespendet wurden, veröffentlichen wir heute zwei schwarz-weiß Ansichtskarten. Sie wurden uns von einem Bürger aus der Rabenau geschenkt.
Das Motiv der ersten Ansichtskarte ist das Gasthaus und Pension zur „Guten Quelle“ in den Anfangsjahren, das von Fritz Zimmer und seiner Ehefrau Hilde betrieben wurde. Diese Ansichtskarte wurde von der Tochter Inge Zimmer am 16.7.1963 an ihre Freundin Elvira in Londorf verschickt.
Die zweite Ansichtskarte zeigt verschiedene Motive von Nordeck aus den 1960er Jahren. Empfängerin ist wieder Elvira, die sich zu dieser Zeit im Jugenderholungsheim des Landkreises Gießen in St. Peter-Böhl zur Erholung aufhielt. Auf beiden Ansichtskarten sind 15 Pfennig–Briefmarken, das damals übliche Porto.
Die Vorweihnachtszeit und den bevorstehenden Jahreswechsel möchten wir zum Anlass nehmen, uns für die vielen Sach- und Geldspenden für das Museum zu bedanken. Bedanken möchten wir uns auch bei Allen, die in diesem Jahr unsere Veranstaltungen durch ihre Mithilfe und Besuche unterstützt haben.
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Der November-Mittagstisch in der vergangenen Woche war wie immer gut besucht. Der Cateringbetrieb Ziegelhütte hatte ein frisch gekochtes Menü, Gulasch halb und halb mit Paprika, Kartoffelknödel dazu Blattsalat mit Sauerrahmdressing, geliefert, das den Gästen sehr gut schmeckte. Abgerundet wurde das Essen mit einem vom Museumsteam hergestellten Nachtisch, Apple Crumble, aus heimischen Äpfel von Streuobstwiesen mit Sahne.
Die Veranstaltung wurde fortgesetzt mit einem Vortrag von Renate Schneider zum Thema „Alltagsbewegungen im Alter meistern“. Leicht verständlich und mit Beispielen erläuterte die Referentin den Begriff „MH Kinaesthetics“ Maietta-Hatch (MH) Kinaesthetics ist ein Bildungssystem, gegründet auf einer Lehre der menschlichen Bewegung. Es basiert auf einer wissenschaftlichen Grundlage der Verhaltenskybernetik: „Die Art und Weise, wie ein Mensch seine Alltagsaktivitäten – privat und beruflich – gestaltet, beeinflusst seine Gesundheits- und Lernprozesse positiv oder negativ – ein Leben lang.“ Frau Schneider demonstrierte, auf die eigenen Bewegungen zu achten und gab Hilfestellungen verschiedene Abläufe durch kleine Veränderungen leichter zu bewältigen. Beispielsweise ist es viel leichter aufzustehen oder einen Patienten beim Aufstehen zu helfen, wenn man sich so nahe wie möglich an der Kante der Sitzfläche befindet. Es bleibt festzustellen, dass Vortrag dem einen oder anderen sicherlich helfen kann, leichter den Alltag zu bewältigen. Der letzte Mittagstisch in diesem Jahr findet am 18. Dezember, ab 12.30 Uhr statt.
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Es waren schöne und harmonische Markttage, geprägt von Gemeinschaftssinn. Aus unserer Sicht waren es auch erfolgreiche Nikelsmarktveranstaltungen. Das neue Quartier des Marktes im historischen Stadtviereck hat sich bewährt und sollte beibehalten werden. Ein Hingucker sind auch die von der Stadtverwaltung dankenswerter Weise zur Verfügung gestellten einheitlichen Verkaufshäuschen. Dank des guten Wetters war der Besucherandrang an beiden Markttagen auch im Museumsareal sehr groß. Unser Verein ist mit dem großen Zuspruch auf die zahlreiche Nikelsmarktangebote im und um das Museum sehr zufrieden!
Anziehungspunkte für die Kinder waren das Kerzendrehen im 50-Jahrehaus und insbesondere das Blaudrucken und Filzen an den beiden Markttagen im Hauptgebäude. Es ist eine wunderschöne Nikelsmarktdecke entstanden, die von den Kindern gestaltet wurde. Wir werden sie zu einem späteren Zeitpunkt der Öffentlichkeit vorstellen und anschließend im Bürgertreff zeigen.
Neben den Aktionen für Kinder waren die Ausstellungen der Künstler und das Zeigen von historischem Handwerk Publikumsmagnete.
Wir sagen allen „Danke“, die zum Erfolg unserer Veranstaltungen beigetragen haben. Sei es als Künstler und Kunsthandwerker, dem Vorführen von traditionellem Handwerk, als ehrenamtliche Helferin und Helfer. Unser Dank gilt insbesondere auch allen Gästen, die unsere Einrichtungen besucht haben.
Wer sich mit uns zusammen für das Allendorfer Museum engagieren möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen. Nur gemeinsam können wir viel erreichen.
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Seit 40 Jahren kommt Gabi Seitz aus Langgöns zum Nikelsmarkt nach Allendorf. Ihr Nikelsmarktbesuch beginnt immer mit einem Aufenthalt im Museum. In den ersten Jahren zusammen mit ihren Eltern, danach nur noch mit ihrer Mutter. Seit drei Jahren ist sie alleine Gast im Allendorfer Museum, da ihre Mutter gesundheitlich nicht mehr den Anforderungen eines Marktbesuches gewachsen ist. Inzwischen ist durch die jahrelangen Besuche ein freundschaftliches Verhältnis zwischen ihr und dem Museumsteam entstanden.
Als Dank für ihre Treue und ihr liebenswürdiges Verhalten wurde sie von Brunhilde Trenz und Bianca Werther mit einer Bärtze Dass geehrt.
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Zum Nikelsmarkt am 2. November 1938 wurde im Frankfurter Generalanzeiger im Jahre 1938 folgendes veröffentlicht:
„Allendorf an der Lumda
Kinderwiegen und Hochzeitstruhen
„Stadt Allendorf liegt an der Lom;
Ein bunten Leven fürt in sum,
„blaw und schwarz seind die Farben beydt,
Trew seyn, gezimbt in Lieb und Leydt.“
Unter dem Wappen des Dorfes Allendorf an der Lumda steht dieser Spruch; darüber schaut ein ungekrönter Löwe mit grimmigem Gesichtsausdruck nach rechts. Es war das Wappen der Stadt Allendorf, denn am 2. März 1317 erhob der damalige Landgraf nach vorheriger Einbeziehung der Orte Möllenbach, Todenhausen und Häuslingen den Marktflecken Allendorf zur Stadt und Festung. Die drei anderen Orte gibt es heute nicht mehr; dort wo sie einst standen, ist heute Ackerland und nur Steine geben uns von ihnen Kunde, und die Chronik, die manches über sie zu berichten weiß.
Allendorf gehörte schon 786 als eine der ältesten Besitzungen den hessischen Landgrafen. Nach der Erhebung zur Stadt und Festung befreite der Landgraf die Einwohner auf sechs Jahre von „Beed, Dienst und Schatzung“ unter der Bedingung, daß sie eine bestimmte Summe zur Befestigung der Stadtmauer verwenden sollten. So erhielt die Stadt eine Befestigung. Von ihr ist heute nichts mehr zu sehen, nur einer der Türme steht noch und ein paar Flurnamen erinnern an die Macht und Größe der Stadt.
Mannigfach war das Schicksal Allendorf. Im Jahre 1488 kam eine große Hungersnot über das Land, im Dreißigjährigen Kriege ist Allendorf von dem Landgrafen Wilhelmus von Hessen, wie die Chronik berichtet, „ganz und gar ausgeplündert worden“. Auch die Pest hauste mehrmals in der Stadt und dezimierte ihre Bewohner. Noch heute erinnert der Pestillenzstrauch in einem Buchenhain über Allendorf an jene schreckliche Zeit, in der die Einwohner vor der Pest in die Wälder flüchten mußten. Im Jahre 1606 wurde die erste Calvinische Predigt in Allendorf gehalten.
Weitere Marktsteine im Aufbau Allendorfs sind von altersher die Märkte gewesen, und noch heute hat der Nikelsmarkt seine besondere Bedeutung, denn Allendorf ist trotz der Kriegszüge und trotz der vielen großen Brände, die die Ortschaft heimsuchten, stets ein fleißiges aufbaufreudiges Dorf geblieben. Neben der Landwirtschaft waren immer Handel und Gewerbe in Blüte, auch heute noch sind fast alle Gewerbezweige vertreten. Besonders die Drechsler und Tischler machten Allendorf berühmt, denn von hier aus gingen die kostbaren Hochzeitstruhen und kunstvoll gearbeiteten Kinderwiegen in die ganze Welt. Unter dem Losungswort „Allumda“, mit dem sich auch die Händler auf den Märkten begrüßten, waren die Holzarbeiten von besonderer Güte und ausgesuchten Formen.
Sogar eine Gräfin von Parma ließ sich eine Truhe als kostbares Hochzeitsgeschenk von Allendorf nach Italien holen.
Auch heute haben wieder Arbeit und Gewerbefleiß dem Dorfe zu einem gediegenen Wohlstand verholfen. Neben der Landwirtschaft, die viele Bewohner ernährt, gibt ein großes Holzsägewerk sowie eine Oel- und Fettfabrik Arbeit und Verdienst.
Von den Plänen, die zum Ausbau und zur Verschönerung Allendorf vorlagen, sind einige schon in Erfüllung gegangen, eine neue Stadthalle ist erstanden, ein schönes Forsthaus wurde erbaut und eine größere Wasserleitung angelegt. Weitere Bauarbeiten werden in naher Zukunft vorgenommen. In erster Linie wird eine neue Schule errichtet werden. Dann ist an ein HJ-Heim gedacht, das durch eine größere Badeanlage und einen schönen Sportplatz erweitert werden soll.“
Diese Veröffentlichung im Frankfurter Generalanzeiger zeugt von der großen Bedeutung des tradionellen Allendorfer Nikelsmarktes.
Von dem Nikelsmarkt hieß es einmal, „daß er der bedeutendste zwischen Frankfurt und Kassel gewesen sei. Selbst die Leipziger Messefahrer suchten den Nikelsmarkt auf“, so nachzulesen in der Oberhessischen Zeitung vom 31.10.1938.
Eine dieser wertvollen „Allumda Truhen“ befindet sich im Allendorfer Museum.
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